Ausstellung: Von Tieren und anderen Menschen im Schloss Britz
26. September | 12:00 - 18:00
Ein Feldhase, gemalt 1502 von Albrecht Dürer, ist bis heute die berühmteste Tierdarstellung der Kunstgeschichte. Schloss Britz nimmt das zum Anlass und legt vier Jahrhunderte Tierbilder nebeneinander – vom wissenschaftlichen Stich bis zur Installation.
„Von Tieren und anderen Menschen“ fragt, wie Menschen Tiere dargestellt, gedeutet, verstanden oder gründlich missverstanden haben. Wir jagen sie, essen sie, schützen sie, lieben sie; manche ekeln uns, andere werden zu lebenslangen Partnern. Die Schau spannt den Bogen von Illustrationen zu „Brehms Tierleben“ über japanische Farbholzschnitte von Kitagawa Utamaro bis zu Gemälden, Skulpturen und Installationen zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler.
Vertreten sind unter anderem Fritz Bornstück, Max Hechinger, Wilhelm Kuhnert, Rachel Kohn, Petra Lottje, Marunde, Sebastian Meschenmoser, Susanne Roewer, Michael Sowa und Christof Zwiener. Kuratiert haben die Ausstellung Dr. Martin Steffens und Rebekka Liebmann. Wegen der guten Nachfrage läuft sie noch bis zum 11. Oktober 2026 – ursprünglich sollte früher Schluss sein.
Zur Ausstellung gehören ein Filmabend mit Künstlergespräch und eine Lesung vor ausgewählten Exponaten, beide im Schloss. Der Dokumentarfilm des Begleitabends geht der Frage nach, warum ausgerechnet der Hase zur Projektionsfläche taugt: in der Antike Glücksbringer, in der Renaissance Begleiter der Madonna, im barocken Jagdstillleben Sinnbild der Vergänglichkeit. Für Familien funktioniert die Schau auch ohne Vorwissen: Die humorvollen Zeichnungen von Marunde und Sowa hängen im selben Haus wie akribische Naturstudien, und der Vergleich erklärt sich von selbst.
Eintritt
7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Schülerinnen und Schüler bis 12 Jahre kommen kostenlos hinein. Bitte die Preise beim Anbieter kontrollieren.
Tipp
Wer den Filmabend mit Michael Sowa besucht, zahlt 10 Euro und hat den Ausstellungsbesuch bereits im Ticket – das lohnt sich gegenüber zwei einzelnen Eintritten.