Mitte

Messias / Georg Friedrich Händel im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie

11. Januar 2027, 19:00 – 21:30

Freigegeben durch Fotograf Stephan Röhl

Der Berliner Figuralchor und Berlin Baroque unter der Leitung von Gerhard Oppelt, führen gemeinsam mit Gesangssolisten den Messias von Georg Friedrich Händel in der Philharmonie Berlin auf.

Mehr als Halleluja
Es ist das wohl berühmteste „Halleluja“ der Musikgeschichte. Doch Händels Messiah ist weit mehr als sein berühmtester Chor.

Das Oratorium spannt einen großen Bogen von den alttestamentlichen Verheißungen über Geburt und Passion Christi bis zu Auferstehung und Erlösung. Dabei erzählt es keine fortlaufende Geschichte: Texte aus unterschiedlichen Büchern der Bibel reflektieren das Leben Christi und seine Bedeutung aus wechselnden Perspektiven.

Eine besondere Rolle spielt der Chor. Er erzählt nicht, sondern deutet und kommentiert. Händel lässt die Stimmen miteinander sprechen, sich jagen und verschränken. In His yoke is easy („Sein Joch ist sanft“) entsteht so ein scheinbar schwereloses Geflecht, das höchste Beweglichkeit und Präzision verlangt – und im nächsten Moment in monumentale Klangfülle umschlagen kann.

Händel verband deutsche, italienische und englische Musiktraditionen zu einer ganz eigenen Sprache. Der Berliner Figuralchor möchte diesen bekannten Messiah neu singen: aus einem barocken Klang- und Ausdrucksverständnis heraus, transparent, rhetorisch und beweglich. Artikulation, Tempo und Dynamik dienen dabei der Ausdeutung des Textes.

Wie vertraute Musik dadurch neu hörbar werden kann, zeigte der Figuralchor zuletzt mit Monteverdis Marienvesper. Nun gilt diese Entdeckungsfreude Händels Messiah: vielgestaltig, dramatisch und überraschend lebendig – weit mehr als Halleluja.

Kommen Sie und überzeugen Sie sich selbst – im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie.

11. Jan., 19:00