Die Stimme kennen mehr Leute als den Namen. Paul Carrack hat „How Long” bei Ace gesungen, „Tempted” bei Squeeze und ab 1985 die großen Nummern von Mike & the Mechanics – „Silent Running (On Dangerous Ground)” und „All I Need Is a Miracle”, beide aus dem Jahr 1986.
Der Berliner Abend gehört zur Reihe „Germany Live 2026″: drei Konzerte an drei aufeinanderfolgenden Tagen im Oktober, danach ist die Tour vorbei. Sein letzter Auftritt in Deutschland liegt drei Jahre zurück. Auf der Bühne steht ein Sänger aus Sheffield, Jahrgang 1951.
Carracks Lebenslauf liest sich wie eine Nebenrolle in vielen fremden Erfolgen: Warm Dust, Ace, zwei Jahre Roxy Music, Aushilfe bei Squeeze, Studioarbeit für Elton John, Eric Clapton und Roger Waters. Unter eigenem Namen kam 1987 „Don’t Shed a Tear” bis auf Platz 9 der US-Charts, und „Love Will Keep Us Alive” stand mit den Eagles zehn Wochen an der Spitze der US-amerikanischen Adult-Contemporary-Charts. Im Sommer ist „The Country Side of Paul Carrack Vol 2″ erschienen, vorab die Single „That’s How I Got To Memphis”.
Ein Hinweis, der vor dem Ticketkauf zählt: Das Konzert war ursprünglich für die Große Arena des Tempodroms angekündigt und wurde aus produktionstechnischen Gründen nach Neukölln verlegt. Huxley’s Neue Welt fasst bis zu 1600 Leute, der Saal ist also deutlich kleiner und ihr steht entsprechend näher an der Bühne. Das Haus am östlichen Ende der Hasenheide war Biergarten, Lazarett, Kino und Rollschuhdisco, bevor hier ab 1992 wieder Konzerte liefen; Jimi Hendrix, Patti Smith und die Dire Straits haben in dem Saal gespielt.
Tipp
Habt ihr schon Karten fürs Tempodrom, müsst ihr nichts umtauschen: Die Karten behalten am neuen Ort ihre Gültigkeit.