Römischer Dialekt, akustische Gitarren und Texte mit gesellschaftlichem Anspruch: Alessandro Mannarino bringt seine Primo Amore Tour ins SO36 nach Kreuzberg.
Mannarino ist im römischen Viertel San Basilio aufgewachsen und hat seit seinem Debüt „Bar della rabbia“ sechs Studioalben veröffentlicht. Das erste und später „Apriti cielo“ wurden in Italien mit Platin ausgezeichnet, „Supersantos“ und „Al monte“ mit Gold. Für das Album „V“ holte er sich internationale Produzenten wie Joey Waronker dazu, die Platte stand danach an der Spitze der italienischen Vinyl-Verkäufe.
Im Mittelpunkt dieser Tour steht das neue Album „Primo amore“, erschienen bei BMG und mit dem Lunezia-Preis in der Kategorie Elite ausgezeichnet. Nach den Sommerkonzerten in Italien folgt der Europateil, und Berlin gehört dazu. Ganz neu ist das Ausland für ihn nicht: Vor mehr als zehn Jahren spielte er schon in New York, Miami und Montreal.
Musikalisch bewegt er sich zwischen Cantautore-Tradition, römischem Folk und World Music. Gesungen wird fast durchgehend auf Italienisch, einzelne Stücke wie „Cantaré“ auch auf Spanisch. Wer kein Italienisch spricht, verpasst einen Teil: Bei Mannarino tragen die Texte mindestens so viel wie die Musik, für „Scendi giù“ bekam er den Preis von Amnesty International Italien.
Für Familien ist der Abend nichts, Zutritt gibt es erst ab 18 Jahren. Das SO36 ist nicht barrierefrei; wer auf einen stufenlosen Zugang angewiesen ist, sollte das vorher wissen. Veranstalter ist die brighter agency, eine Vorband ist bisher nicht genannt.
Tipp
Hört euch vorher „Primo amore“ an. Die Tour ist auf dieses Album zugeschnitten, und die neuen Stücke dürften einen großen Teil des Abends ausmachen.