Mitte
Joja Wendt – Das Biest und das Schöne im Konzerthaus Berlin
1. April 2027, 20:00
Joja Wendt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, das klingt nach Flügel und Frack. Wer ihn schon einmal live gesehen hat, weiß, dass bei ihm auch gelacht wird.
Der Hamburger Pianist hat mit vier Jahren angefangen, Klavier zu spielen, und später in New York studiert. Entdeckt hat ihn Joe Cocker, der ihn als Pianisten mit auf Deutschlandtournee nahm, später begleitete er auch Chuck Berry. Er spielt Jazz, Blues und Boogie-Woogie ebenso wie Pop und Klassik, ist Steinway-Künstler und Träger des Louis-Armstrong-Preises. Bekannt ist er für sehr schnelles Spiel und dafür, Virtuosität mit Wortwitz und Slapstick zu verbinden.
„Das Biest und das Schöne“ nennt er selbst ein Klavierkonzert zwischen Power und Präzision. Viel mehr hat er zum Programm noch nicht verraten: Stücke, Mitwirkende und Dauer sind bisher nicht veröffentlicht. Der Titel legt nahe, dass es zwischen lauten und leisen Nummern hin- und hergeht, aber das ist eine Vermutung, keine Ankündigung.
Für wen ist das? Für euch, wenn ihr Klavier mögt, aber keinen strengen Klassikabend wollt. Wer ein reines Klassik-Rezital erwartet, sollte wissen, dass Wendt vom Jazz und Boogie-Woogie her kommt. Eine Altersangabe gibt es nicht; ob der Abend für Kinder taugt, lässt sich ohne Programm und Dauer nicht sagen. Wenn ihr mit Jugendlichen plant, die selbst Klavier lernen, ist ein Pianist mit diesem Tempo aber ein gutes Argument.
Zum Einordnen: Joja Wendt ist mit mehreren Formaten unterwegs, etwa den Boogie Woogie Legends mit Axel Zwingenberger, der Jubiläumstour „Vier Pianisten – Ein Konzert“ und im März mit den Söhnen Hamburgs. Dieser Abend in Berlin gehört zu keinem davon, sondern zu seinem eigenen Programm.