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Ausstellung: Über Zeiten. Gursky, Lucas, Miró, Warhol in der Alten Nationalgalerie

13. November, 10:00 – 18:00

Warhols „Diamond Dust Shoes“ hängt neben einem Stillleben von Paul Cézanne. Genau solche Gegenüberstellungen sind der Punkt: Zum 150-jährigen Jubiläum bringt die Alte Nationalgalerie Kunst des langen 19. Jahrhunderts und des späten 20. Jahrhunderts in einen direkten Dialog.

„Über Zeiten“ verteilt sich auf zehn Räume und alle drei Etagen des Hauses – nicht als abgeschlossene Sonderausstellung, sondern eingestreut in die historische Sammlungspräsentation. Wer durchgeht, stößt immer wieder auf Werke, die dort zunächst nicht hingehören.

Einige der Paarungen: Gotthard Graubners Farbraumkörper treffen auf Impressionismus und Postimpressionismus. Adolph Menzels „Eisenwalzwerk (Moderne Cyclopen)“ von 1872 bis 1875 steht neben Andreas Gurskys „Singapore Bourse II“ von 1997 – Realismus der Arbeitswelt gegen ein verdichtetes Bild der Börsenwirklichkeit. Und dem Selbstbildnis der Malerin Sabine Lepsius, die sich um 1900 in einem von Männern dominierten Betrieb behaupten musste, antwortet ein fotografisches Selbstbildnis von Sarah Lucas: rauchend, in lässiger, männlich konnotierter Pose, am Objektiv vorbeiblickend.

Thematisch geordnet ist das Ganze nach Gattungen und Motiven – Stillleben, Selbstbildnis, Porträt, Abstraktion und Gegenständlichkeit, Malerei, Fotografie und Skulptur. Hintergrund ist der gemeinsam geführte Bestand der inzwischen sechs Häuser der Nationalgalerie, der vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart reicht. Als die Nationalgalerie 1876 auf der Museumsinsel eröffnete, war sie selbst ein Haus für zeitgenössische Kunst.

Ein begleitender Audioguide vertieft die Werkdialoge: Künstler*innen, Direktor*innen, Sammler*innen und Restaurator*innen kommentieren ausgewählte Paare. Wer sich für die konservatorische Seite interessiert, findet dort die interessanteren Beiträge.

Das Format eignet sich für Einsteiger wie für Leute, die die Sammlung kennen – gerade Letztere sehen vertraute Bilder durch die Nachbarschaft anders. Ermöglicht wird die Präsentation von den FREUNDEN der Nationalgalerie und der Eva Leinemann Kunststiftung.

Tipp

Plant den Rundgang von oben nach unten: Die Dialoge sind über alle drei Etagen verteilt, und der Audioguide folgt der Sammlungsreihenfolge.

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Veranstaltungsort

Alte Nationalgalerie

Bodestraße 1-3
10178 Berlin
Deutschland
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Veranstalter

Alte Nationalgalerie

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13. Nov., 10:00