Tempelhof-Schöneberg

Industriekultur im Natur Park Südgelände – Aktionstag mit freiem Eintritt

20. September

Eine Dampflok steht da, wo seit 1952 kein Zug mehr rangiert hat, und drumherum wächst Birkenwald aus dem Schotter. Am 20. September öffnet der Natur Park Südgelände zum Aktionstag „Industriekultur in Tempelhof-Schöneberg“ – ohne Eintritt.

Auf dem 18 Hektar großen Areal des früheren Rangierbahnhofs Tempelhof stehen die technischen Relikte noch: eine historische Dampflok, eine der ältesten Eisenbahndrehscheiben Deutschlands, stillgelegte Gleisanlagen und ein 50 Meter hoher Wasserturm. Dazwischen hat sich über Jahrzehnte eine Stadtwildnis entwickelt, wie es sie in Berlin kein zweites Mal gibt. Eröffnet wurde der Park 1999 als dezentrales Projekt der EXPO 2000.

Zwei Rundwege erschließen das Gelände, beide behindertengerecht. Der kleine misst rund einen Kilometer und führt an den Relikten der Eisenbahn-Ära entlang. Der große ist 2,7 Kilometer lang und läuft durch das Naturschutzgebiet, das etwa ein Sechstel der Parkfläche ausmacht – dort über einen leicht erhöhten Stahlgittersteg, damit möglichst wenig zertreten wird. Die Freilandausstellung „Bahnbrechende Natur“ erzählt, wie aus Gleisbrache ein Park wurde, und ist auch für blinde und sehbehinderte Gäste aufbereitet.

Der Aktionstag gehört zum Festival der Berliner Industriekultur, das vom 12. September bis 4. Oktober läuft. Sieben Orte im Bezirk öffnen an diesem Sonntag gleichzeitig, darunter die BSR-Hauptwerkstatt, der Tower des Flughafens Tempelhof, der Schwerbelastungskörper und die ufaFabrik. Drei historische Doppeldeckerbusse pendeln von 10 bis 16 Uhr im 30-Minuten-Takt zwischen den Standorten. Tickets braucht es dafür nicht, einsteigen reicht. Guides erzählen unterwegs von der Industriegeschichte des Bezirks.

Eintritt

Am Aktionstag ist der Eintritt in den Natur Park Südgelände kostenfrei, die Fahrten mit den Hop-on-Hop-off-Bussen ebenfalls.

Bitte die Preise beim Anbieter kontrollieren.

Tipp

Wer mehrere Orte schaffen will, plant den Bus ein: Bei 30-Minuten-Takt und sechs Stunden Betrieb lassen sich drei bis vier Stationen entspannt verbinden.

20. Sep., Ganztägig