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Ausstellung: C/O Berlin Talent Award 2022

13. April 2023

C/O Berlin Talent Award 2022 in der Kategorie Artist Karolina Wojtas

C/O Berlin freut sich, den diesjährigen C/O Berlin Talent Award in der Kategorie Artist an die polnische Künstlerin Karolina Wojtas zu vergeben. Die ausgezeichnete Arbeit Abzgram wird in einer Einzelausstellung vom 28. Jan – 4. Mai 2023 bei C/O Berlin im Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin präsentiert. Die vier Künstler*innen Lucas Leffler (*1993, Belgien), Irene Antonia Diane Reece (*1993, USA), Alina Schmuch (*1987, Deutschland) und Lisandro E. Suriel (*1990, St. Martin) sind für die Shortlist 2022 nominiert.

Das Projekt Abzgram der Multimediakünstlerin Karolina Wojtas (*1996) hat durch seine böse Ironie überzeugt. Es thematisiert das rigide polnische Schulsystem, das Kindern Regeln auferlegt, die militärische,
ja beinahe faschistoide Züge haben. So heißt einer der Punkte im „Classroom Entry Procedure“, dass die Schüler*innen stillzustehen und sich nicht zu berühren haben, die Rucksäcke neben dem rechten Bein auf dem Boden, die Hände am Körper entlang gestreckt, den Blick geradeaus, geräuschlos und ohne Bewegung. Erfährt hier auch der aktuelle Rechtsruck der Landespolitik ein Echo?

Wojtas‘ seit 2017 konstant wachsendes Projekt besteht aus Videos und Fotografien, die von der Künstlerin inszeniert und mithilfe von Found Footage re-arrangiert sind und im Ausstellungsraum zu begehbaren Installationen ausgebaut werden. Sie laden das Publikum ein, die kindliche Unbekümmertheit zurückzuholen. Auf surreale Weise und durch die Sicht der Heranwachsenden geraten die Dinge hier leicht in die Schieflage – Kitsch, Spiel, Exzentrik und Unsinn werden in knallbunten Farben inszeniert. Durch die Erfahrung einer Spannung, die aus persönlichem Widerstand gegenüber der eigenen Erziehung gespeist wird, setzt Wojtas das Reenactment – und lädt die Besucher*innen ein, sich selbst in die Welt des Kindes zurückzuversetzen. Damit fügt sich das Projekt ideal in das Thema des C/O Berlin Talent Awards 2022, das auch in diesem Jahr Neue dokumentarische Strategien ist. Wenn man Schweigen und Haltung als Mittel des Respekts fallen lässt, werden dann Kreativität und Experiment möglich?

C/O Berlin Talent Award 2022 in der Kategorie Theorist Matthias Gründig

Der C/O Berlin Talent Award 2022 in der Kategorie Theorist geht an Matthias Gründig, der den ersten kunsttheoretischen Essay über die Arbeit Abzgram von Karolina Wojtas verfassen wird. Der Essay erscheint zusammen mit einem Interview mit der Künstlerin in einer monografischen Publikation bei Spector Books, die C/O Berlin anlässlich der Einzelausstellung der Künstlerin herausgibt.

Als Fotohistoriker mit Arbeitsschwerpunkten zum sozialen Bildgebrauch und zur Spieltheorie konnte sich Matthias Gründig (*1989) unter knapp 30 internationalen Einsendungen durchsetzen. Neben seinem Profil, das ideal zu den Inhalten des diesjährigen künstlerischen Gewinnerinnenprojekts passt, überzeugten Gründigs eingereichte Textproben durch analytisches Abstraktionsvermögen, das es ihm ermöglicht, sein breites historisches Wissen für die künstlerische Gegenwartsfotografie nutzbar zu machen und komplexe Inhalte so fundiert zu beleuchten.

Seit 2018 steht der C/O Berlin Talent Award unter dem Leitthema

New Documentary Strategies. Ziel ist es, eine kritische Betrachtung traditioneller dokumentarischer Narrative zu fördern und in Form von Ausstellung und Publikation sichtbar zu machen. Als einzige Institution in Europa richtet sich das Förderprogramm von C/O Berlin zugleich an den künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchs. Der C/O Berlin Talent Award wird einmal jährlich in den Kategorien Artist und Theorist an ein Tandem unter 35 Jahre vergeben. Er ist mit einem Preisgeld für beide Gewinner*innen, einer Einzelausstellung und einer individuell gestalteten Publikation verbunden. Ein gemeinsames Gespräch der Gewinner*innen rundet die Zusammenarbeit von Theorie und Praxis ab.

Die Expert*innenenjury für die Kategorie Artist, bestehend aus Bruno Ceschel (Herausgeber und Gründer von Self Publish, Be Happy, London), Eli Cortiñas (Künstlerin und Professorin für Medienkunst, HGB, Leipzig/Berlin), Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek (Vorstandsvorsitzende, Alexander Tutsek-Stiftung, München), Jane‘a Johnson (Künstlerische Leitung, Foam, Amsterdam ), Dr. Kathrin Schönegg (Kuratorin,
C/O Berlin) und Lars Willumeit (Kurator, Musée de l‘Élysée, Zürich), hat die diesjährige Gewinnerin und die Shortlist benannt. Die Arbeiten der Shortlist-Kandidat*innen werden in der Herbstausgabe der C/O Berlin Zeitung vorgestellt und in Kooperation mit dem Magazin Der Greif online präsentiert.

Die Expert*innenjury für die Kategorie Theorist, bestehend aus Dr. Steffen Siegel (Professor für Geschichte und Theorie der Fotografie, Folkwang Universität Essen) und Dr. Kathrin Schönegg (Kuratorin,
C/O Berlin), hat einstimmig entschieden.

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Veranstaltungsort

C/O Berlin Foundation
Hardenbergstraße 22 - 24
Berlin, Berlin 10623 Deutschland
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Telefon
+49 30 2844416 62

Veranstalter

C/O Berlin Foundation
Telefon
+49 30 2844416 62
E-Mail
info@co-berlin.org
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C/O Berlin Talent Award 2022 in der Kategorie Artist Karolina Wojtas

C/O Berlin freut sich, den diesjährigen C/O Berlin Talent Award in der Kategorie Artist an die polnische Künstlerin Karolina Wojtas zu vergeben. Die ausgezeichnete Arbeit Abzgram wird in einer Einzelausstellung vom 28. Jan – 4. Mai 2023 bei C/O Berlin im Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin präsentiert. Die vier Künstler*innen Lucas Leffler (*1993, Belgien), Irene Antonia Diane Reece (*1993, USA), Alina Schmuch (*1987, Deutschland) und Lisandro E. Suriel (*1990, St. Martin) sind für die Shortlist 2022 nominiert.

Das Projekt Abzgram der Multimediakünstlerin Karolina Wojtas (*1996) hat durch seine böse Ironie überzeugt. Es thematisiert das rigide polnische Schulsystem, das Kindern Regeln auferlegt, die militärische,
ja beinahe faschistoide Züge haben. So heißt einer der Punkte im „Classroom Entry Procedure“, dass die Schüler*innen stillzustehen und sich nicht zu berühren haben, die Rucksäcke neben dem rechten Bein auf dem Boden, die Hände am Körper entlang gestreckt, den Blick geradeaus, geräuschlos und ohne Bewegung. Erfährt hier auch der aktuelle Rechtsruck der Landespolitik ein Echo?

Wojtas‘ seit 2017 konstant wachsendes Projekt besteht aus Videos und Fotografien, die von der Künstlerin inszeniert und mithilfe von Found Footage re-arrangiert sind und im Ausstellungsraum zu begehbaren Installationen ausgebaut werden. Sie laden das Publikum ein, die kindliche Unbekümmertheit zurückzuholen. Auf surreale Weise und durch die Sicht der Heranwachsenden geraten die Dinge hier leicht in die Schieflage – Kitsch, Spiel, Exzentrik und Unsinn werden in knallbunten Farben inszeniert. Durch die Erfahrung einer Spannung, die aus persönlichem Widerstand gegenüber der eigenen Erziehung gespeist wird, setzt Wojtas das Reenactment – und lädt die Besucher*innen ein, sich selbst in die Welt des Kindes zurückzuversetzen. Damit fügt sich das Projekt ideal in das Thema des C/O Berlin Talent Awards 2022, das auch in diesem Jahr Neue dokumentarische Strategien ist. Wenn man Schweigen und Haltung als Mittel des Respekts fallen lässt, werden dann Kreativität und Experiment möglich?

C/O Berlin Talent Award 2022 in der Kategorie Theorist Matthias Gründig

Der C/O Berlin Talent Award 2022 in der Kategorie Theorist geht an Matthias Gründig, der den ersten kunsttheoretischen Essay über die Arbeit Abzgram von Karolina Wojtas verfassen wird. Der Essay erscheint zusammen mit einem Interview mit der Künstlerin in einer monografischen Publikation bei Spector Books, die C/O Berlin anlässlich der Einzelausstellung der Künstlerin herausgibt.

Als Fotohistoriker mit Arbeitsschwerpunkten zum sozialen Bildgebrauch und zur Spieltheorie konnte sich Matthias Gründig (*1989) unter knapp 30 internationalen Einsendungen durchsetzen. Neben seinem Profil, das ideal zu den Inhalten des diesjährigen künstlerischen Gewinnerinnenprojekts passt, überzeugten Gründigs eingereichte Textproben durch analytisches Abstraktionsvermögen, das es ihm ermöglicht, sein breites historisches Wissen für die künstlerische Gegenwartsfotografie nutzbar zu machen und komplexe Inhalte so fundiert zu beleuchten.

Seit 2018 steht der C/O Berlin Talent Award unter dem Leitthema

New Documentary Strategies. Ziel ist es, eine kritische Betrachtung traditioneller dokumentarischer Narrative zu fördern und in Form von Ausstellung und Publikation sichtbar zu machen. Als einzige Institution in Europa richtet sich das Förderprogramm von C/O Berlin zugleich an den künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchs. Der C/O Berlin Talent Award wird einmal jährlich in den Kategorien Artist und Theorist an ein Tandem unter 35 Jahre vergeben. Er ist mit einem Preisgeld für beide Gewinner*innen, einer Einzelausstellung und einer individuell gestalteten Publikation verbunden. Ein gemeinsames Gespräch der Gewinner*innen rundet die Zusammenarbeit von Theorie und Praxis ab.

Die Expert*innenenjury für die Kategorie Artist, bestehend aus Bruno Ceschel (Herausgeber und Gründer von Self Publish, Be Happy, London), Eli Cortiñas (Künstlerin und Professorin für Medienkunst, HGB, Leipzig/Berlin), Dr. Eva-Maria Fahrner-Tutsek (Vorstandsvorsitzende, Alexander Tutsek-Stiftung, München), Jane‘a Johnson (Künstlerische Leitung, Foam, Amsterdam ), Dr. Kathrin Schönegg (Kuratorin,
C/O Berlin) und Lars Willumeit (Kurator, Musée de l‘Élysée, Zürich), hat die diesjährige Gewinnerin und die Shortlist benannt. Die Arbeiten der Shortlist-Kandidat*innen werden in der Herbstausgabe der C/O Berlin Zeitung vorgestellt und in Kooperation mit dem Magazin Der Greif online präsentiert.

Die Expert*innenjury für die Kategorie Theorist, bestehend aus Dr. Steffen Siegel (Professor für Geschichte und Theorie der Fotografie, Folkwang Universität Essen) und Dr. Kathrin Schönegg (Kuratorin,
C/O Berlin), hat einstimmig entschieden.

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