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Sonderausstellung Sorgenfrei Die Familien Mendelssohn und Oppenheim in Charlottenburg

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von Sonntag, 22. Januar 2012
bis Sonntag, 1. Juli 2012
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Vom 24.01. bis zum 01.07.2012 öffnet die Sonderausstellung "Sorgenfrei Die Familien Mendelssohn und Oppenheim in Charlottenburg"

im Museum Charlottenburg Wilmersdorf.

Sie widmet sich der Geschichte der Villa Oppenheim und den beiden namhaften jüdischen
Familien Mendelssohn und Oppenheim aus Berlin, die sie als Sommersitz bewohnten. Durch ihre
rege Teilhabe am wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Leben haben die Familien
die Geschicke der Stadt mitgeprägt.

Der Bankier und Geheime Kommerzienrat Alexander Mendelssohn (1798–1871), Enkelsohn des Philosophen
und Kaufmannes Moses Mendelssohn (1729–1786), war Teilhaber des Bankhauses Mendelssohn.
Mitte des 19. Jahrhunderts, als der Aufstieg des Bankhauses in Berlin begann, war Charlottenburg noch ein
ländlicher Vorort. 1845 erwarb Mendelssohn das großzügige Grundstück an der Scharrenstraße.
Seine Frau Marianne (1799–1880) und er ließen sich hier fernab vom Stadtleben Berlins ein Landhaus
erbauen – die „Villa Sorgenfrei“. Mit ihren acht Kindern verbrachte das Ehepaar die Sommermonate in
Charlottenburg. Sie waren der Stadt Charlottenburg eng verbunden und unterstützten das städtische
Gesundheits- und Sozialwesen.

Nach dem Tod beider Eltern erbten im Jahr 1880 die zweitälteste Tochter Margarethe (1823–1890) und ihr
Mann, der Jurist Otto Georg Oppenheim (1817–1909), das Grundstück. Als Spross einer Bankiersfamilie
aus Königsberg durchlief er – der wie Margarethe evangelisch getauft war – eine Laufbahn an den höchsten
preußischen Gerichten. Das Ehepaar Oppenheim ließ 1881 von dem Architekten Christian Heidecke die
Mendelssohnsche Villa durch einen repräsentativen Neubau ersetzen, die heutige Villa Oppenheim.
Beide Berliner Familien schätzten die Umgebung Charlottenburgs und waren hier fest verwurzelt, das belegt
das verantwortungsvolle Handeln einzelner Mitglieder für die Entwicklung der noch jungen Stadt. Von
den fünf erwachsenen Kindern und ihren Familien wurde bis zum Tod von Otto Georg Oppenheim die
Tradition, die Sommermonate in der „Villa Sorgenfrei“ zu verbringen, fortgesetzt.

Die Enkelin Else Dorothea (1873–1945) heiratete den Maler Josef Block (1863–1943), ein Gründungsmitglied
der Münchner und der Berliner Secession, der die Familie in zahlreichen Porträts festgehalten hat. Ausgewählte
Werke sind in der Ausstellung zu sehen. In seinem Nachlass befinden sich Fotografien der Familie
Oppenheim sowie historische Ansichten der Villa und des Parks.

Felix Gilbert (1905–1991), Urenkel von Otto Georg Oppenheim, der als Historiker in den USA lebte, hat
seine Kindheitserinnerungen an die Villa und ihre Bewohner, insbesondere an den Urgroßvater, in einem
Buch festgehalten – ein lebendiges Zeugnis der Zeit um 1900.
Nach dem Tod Otto Georg Oppenheims verkauften seine Kinder das Grundstück 1911 für 1,5 Millionen
Mark an die Stadt Charlottenburg. Die Nachfahren der Familien Mendelssohn und Oppenheim leben heute
über den Erdball verstreut.

Die Villa Oppenheim steht exemplarisch für den Berliner Typus der repräsentativen Stadtvilla der Gründerzeit,
die bis heute das historische Stadtbild der Schloßstraße prägt. Die Ausstellung vermittelt anhand von
Originalplänen, historischen Aufnahmen und Gemälden ein anschauliches Bild des großbürgerlichen Familienlebens
vom Biedermeier bis zur Moderne, das aufs Engste mit der Geschichte Berlins verknüpft ist.

Kuratorin: Elke von der Lieth, Leiterin Kulturamt Charlottenburg-Wilmersdorf

Veranstaltung
Führung mit Dr. Sebastian Panwitz am So., 18.3.2012, 11 Uhr
Kuratorenführung am So., 22.4.2012, 11 Uhr

Kontakt
Birgit Jochens
Leiterin
Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim
Tel 030 . 9029 24101/08
Fax 030 . 9029 24160
E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Veranstaltungsort* Museum Charlottenburg Wilmersdorf Villa Oppenheim
Schloßstraße 55
Berlin
Berlin
14059
DE
030 - 90 29 24 108
http://www.villa-oppenheim-berlin.de/

A öffnet das  wieder für Besucher.
Nach zweijähriger Umbauzeit stellte sich am 24. Januar 2012 das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf an seinem neuen
Standort in der Villa Oppenheim im Charlottenburger Museumsquartier mit einem neuen Konzept vor


Der Ausstellungsbereich im Erdgeschoss dient regionalgeschichtlichen Wechselausstellungen
und der in Vorbereitung befindlichen Dauerausstellung zur Stadtgeschichte des heutigen
Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf.

Im ersten Obergeschoss ist die ständige Ausstellung
„SammlerStücke“ mit Objekten der Kunstsammlung Charlottenburg eingerichtet. Sie ist in
dieser Gesamtheit erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Das dazugehörige Kabinett wird
in größeren Abständen neu eingerichtet und vertieft einzelne Aspekte der Kunstsammlung.


Ebenfalls im ersten Obergeschoss befindet sich die „Villa O. von 4-18“ mit einer „Wunderkammer“
und weiteren museumspädagogischen Aktivitäten.

Ein wechselndes Veranstaltungsprogramm rundet das Angebot ab.

Anfahrt mit den Öffentlichen:
Bus 109, 309, M45
U2 Sophie-Charlotte-Platz
U7 Richard-Wagner-Platz

Adressdaten

Museum Charlottenburg-Wilmersdorf Villa Oppenheim
Schloßstraße 55

14059 Berlin

Tel.: +49 30 - 90 29 24 108
Fax: +49 30 - 90 29 24 160


Öffnungszeiten
Museum

Di–Fr 10–17 Uhr

So 11–17 Uhr

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